Triumph Motorcycles
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Eine Marke, mit der man als Biker nicht viel falsch machen kann, ist Triumph. Die britische Motorradmarke ist nach Royal Enfield der zweitälteste Motorradhersteller überhaupt. Schon vor 110 Jahren wurde in Hinckley, wo die Triumph Motorcylcles Limited sitzt, das erste Motorrad des Unternehmens gefertigt. Die Marke ist natürlich auch heute noch bei vielen Bikern beliebt: Ein Triumph Motorrad mit Dreizylindermotor gilt vielen Motorradfahrern zum Beispiel als exzellentes Touren-Bike.
Die Firmengründung geht übrigens auf einen deutschen Einwanderer zurück: Siegfried Bettmann kam ursprünglich aus Nürnberg. 1886 gründete er das Unternehmen in London und konzentrierte sich auf Fahrräder, bis 1902 das erste Motorrad folgte. 1905 kam die erste Triumph mit selbst hergestelltem Motor. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten britische Motorradmarken wie Triumph, BSA oder Norton den Ruf, die besten der Welt zu sein. So waren im Werk im Coventry auch nach dem Ersten Weltkrieg rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, die pro Woche rund 1.000 Motorräder herstellten. Für die Zeit beeindruckende Zahlen. Auch bei Motorradrennen landete das Triumph-Team häufig auf dem Siegerpodest.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Werk völlig zerstört, schließlich aber wieder unweit vom alten Standort neu errichtet. 1951 wurde Triumph vom britischen Konkurrent BSA geschluckt, blieb aber unabhängig. In den 70er Jahren drängten immer mehr japanische Motorräder auf den Markt. Triumph hatte verpasst, technisch mit der Konkurrenz Schritt zu halten und schloss sich schließlich mit einem weiteren britischen Konkurrenten, Norton Villiers, zusammen. Doch auch diese Co-Operative konnte keine schwarzen Zahlen vorlegen und endete 1983.
Erst 1990 begann der Neuanfang für Triumph durch den Unternehmer John Bloor. Der hatte den alten Firmenstandort in Hinckley gekauft und auch die Markenrechte erworben. Mit zwei Dreizylindern ging es los: Triumph war wieder da. Bis zum neuen Jahrtausend verkauften sich so viele Motorräder, dass eine zweite Fabrik errichtet wurde. Zum Glück, denn den Namen Triumph will man als Biker wirklich nicht missen.