Iversity – Die Uni to go
In der Sonne Südfrankreichs am Strand entspannen, dem Rauschen des Meeres zuhören, ein kaltes Getränk zu sich nehmen, ja, studieren kann so schön sein. Ok, zugegeben, das klingt jetzt nicht unbedingt nach dem typischen Studentenalltag, an dem man mit einem Kaffee in der Hand über den Campus hetzt, um noch rechtzeitig zu seiner Politologie-Vorlesung zu kommen. Danach hat man 20 Minuten frei, rennt zur Mensa und so weiter. Mit am Strand der Côte d’Azur liegen hat das nun wirklich nichts zu tun. Doch das neue Intrernetportal mit dem Namen „Iversity“, welches zum Beginn dieses Wintersemesters als Testversion in einigen Universitäten Deutschlands angeboten wird, soll genau das ermöglichen. Alle Lehrmaterialien wie Bilder, Lektüren, ja ganze Vorlesungen als Audiodateien sollen den Studenten via Iversity überall zur Verfügung stehen. Leerer Hörsaal, Foto: tobias sieben_flickr
Die Nutzung des neuen Portals soll sowohl für die Studierenden als auch für die Universitäten komplett kostenfrei sein. „Wir wollen uns langfristig durch den Verkauf von Lernmaterialien finanzieren, die sich Studenten ohnehin kaufen müssen“, so einer der Geschäftsführer Hannes Klöpper.
Das Portal funktioniert von Beginn an zweisprachig. So soll ein internationales Kommunizieren von Studenten verschiedenster Unis in unterschiedlichen Ländern möglichen sein. So könnten Berliner Studenten mit Venezuelanischen Studenten auf Grundlage des selben Lehrmaterials über den Sozialismus im 21. Jahrhundert diskutieren.
Mit der Idee Iversity will man gegen die überfüllten Hörsäle an deutschen Universitäten vorgehen.
Gegen der Vorwurf der Entpersonalisierung des Studiums wehren sich die Entwickler :„Im Gegenteil. Durch die Entlastung der Professoren von administrativen Aufgaben bleibt mehr Zeit für den persönlichen akademischen Austausch.“ Das wirkliche Fernstudium sei ohnehin ein Platz in der letzten Reihe einer 600-Mann-Vorlesung.