Die Erfindung des Buchdrucks

© Janine Fretz Weber - Fotolia.com
Wenn man über die Erfindung des Buchdruckes nachdenkt, so denken die meisten Menschen an Johannes Gutenberg. Dieser erfand diesen nämlich 1450 und revolutionierte damit das Verlagswesen.
Jedoch ist das nur die halbe bzw. sogar unvollständige Wahrheit. Denn den Buchdruck gab es schon viel länger. Die eigentliche Erfindung Gutenbergs war der Buchdruck mit beweglichen Lettern. So konnte man davor nur Bücher drucken, für die man vorher riesige Texttafeln anfertigen ließ. Wenn das Buch fertig gedruckt war wurden die Druckplatten nicht mehr benötigt. Durch die Erfindung Gutenbergs konnte man diese Platten jedoch immer wieder verändern, da sie über bewegliche Letter verfügten. Dies gilt als einer der Grundsteine zur Ebnung der Reformation und auch als Zeitpunkt zum Ende des Mittelalters. So konnte unter anderem durch diese Technik die von Luther übersetzte Bibel schnell in hoher Auflage gedruckt und so unters Volk gebracht werden. So brauchte man zwar für die Bibel keine beweglichen Letter, da der Text immer der gleiche war, jedoch war die damit verbundene besondere Technik Gutenbergs auch sehr praktisch.
Wenn man nun ganz genau in die Historie schaut, so muss man sagen, dass es sich dabei wieder nur um eine Halbwahrheit handelt. Denn eigentlich war Gutenberg mit dieser Erfindung nur in Europa der erste, was jedoch in der damaligen Zeit genügte. Aus heutiger Sicht weiß man, dass der Buchdruck mit beweglichen Lettern schon viel früher in Asien erfunden wurde. So überrascht es nicht, dass aus Korea das älteste Buch der Welt stammt. Dabei handelt es sich um das koreanische “Jikji”. Dies wurde laut UNESCO im Juli 1377 hergestellt. Gedruckt wurde es im übrigen mit Bronzelettern.