Kleidung im frühen Mittelalter

20. January 2012 | Keine Kommentare

Mittelalter © littlebell - Fotolia.com

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Zu allen Zeiten erfüllte Kleidung zwei Zwecke. Zum einen bietet sie Schutz vor der Witterung, zum anderen werden über die Kleidung bestimmte gesellschaftliche Normen wiedergespiegelt. 

Kleidung und Mode sind immer Zeitzeugnisse, so auch schon im frühen Mittelalter. Trugen Männer germanischer Stämme bis zum Beginn des Frühmittelalters um 500 n.Chr. einfache, knielange Hosen aus Leinen, so veränderte sich sowohl ihre als auch die Kleidung der Frauen mit dem Einfluss der Merowinger.

Frauen trugen bis dato einen einfachen ärmellosen Hemdrock, der an den Schultern mit sogennanten Fibeln zusammengehalten wurde. Fibeln sind ähnlich den heutigen Broschen. Der Kopf wurde schützend mit einem Tuch bedeckt und die Hüfte zierte allgemein ein Gürtel. Sowohl Männer als auch Frauen trugen unabhängig von ihrem Stand beschriebene Kleidung.

Viel Wissen über die Mode jener Zeit erlangte man durch konservierte Moorleichen. An Hand dieser Funde ließen sich auch bestimmte Frisuren rekonstruieren. Besonders beliebt war als Haarfarbe rot und viele Germanen färbten sich in diesem Ton die Haare. Durch verschiedene Frisuren kann man die Stämme leicht unterscheiden. Westgermanen banden sich besipielsweise ihre Haare zu einem Knoten auf der rechten Kopfseite, hingegen die Sächsischen Kurzhaarschnitte bevorzugten.

Mit dem zunehmenden Einfluss der Merowinger ab 500 n.Chr. änderte sich auch die Kleidung durch den oströmischen Einfluss. Der usprünglich einfache germanische Kittel verwandelte sich zunehmend in ein weites, langes Kleid, dessen Ärmel bis zum Handgelenk gingen. Hergestellt wurden diese zwar auch noch aus Leinen, jedoch zeichnen sich hier bereits unterschiede der verschiedenen Schichten ab. So bevorzugten Anhänger höherer Schichten schon bald Materialien wie Seide oder andere exotische Stoffe. Lediglich der Gürtel blieb.

Mit dem Geschlecht der Karolinger änderte sich ab dem 8. Jh. nicht nur politisch, sondern auch modisch die Gebiete der alten Germanen. Mit dem Beginn des neuen Königsgeschlecht wurden kostbare Kleidungsstücke zu einem Symbol für gesellschaftlich höher Gestellte. Teurer Schmuck wurde getragen und die Kleider mit Goldfäden bestickt. Lediglich Karl der Große soll an den alten germanischen Kitteln festgehalten haben und nur zu besonderen Anlässen festliche Kleidung aufgelegt haben.

Die Unterschiede zwischen den Schichten wird ab dieser Zeit immer deutlicher, da vor allem die Bauern und einfache Teile der Bevölkerung nun deutlich zu erkennen waren an ihrer schmucklosen Kleidung.

Der 30-jährige Krieg

21. December 2011 | Keine Kommentare

© Mellimage - Fotolia.com

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Der 30jährige Krieg war nicht etwa ein ununterbrochener, 30 Jahre lang anhaltender Krieg, sondern bezeichnet viele einzelne Schlachten in ganz Westeuropa. Diese 30 Jahre im 17. Jahrhundert gehörten zu den wohl dunkelsten Jahrzehnten überhaupt: Viele Menschen befanden sich in einem Glaubensumbruch, ihr Leben war ständig bedroht. Kriegerische Truppen zogen durch ganz Europa, brachten Menschen um, klauten Reichtümer und hinterließen nichts als Leid. Fast ein Drittel der Bevölkerung des Deutschen Reiches starb im Verlauf des Kriegs – das sind etwa 4 Millionen Menschen. Auch die Pest und Pocken machten damals die Runde und forderten viele Toten.

Hintergrund des Konflikts war der Kampf um die Vorherrschaft in Europa. Im 17. Jahrhundert waren zahlreiche mächtige Reiche an der Sicherung und Erweiterung ihres Gebiets interessiert: Dazu zählt das Heilige Römische Reich Deutscher Nationen, das aus dem Königreich Böhmen und vielen weiteren Herzogtümern wie Sachsen, Brandenburg, Württemberg, Österreich und Bayern und Kurfürstentümern wie Braunschweig oder der Kurpflaz bestand, aber auch Frankreich, Spanien, die Niederlande, Dänemark und Schweden.

Ein weiterer Grund für die 30 Jahre Terror und Schrecken waren die unterschiedlichen Glaubensrichtungen: Katholiken wollten die Protestanten missionieren und diese wiederum die Katholiken. Auch die vielen kleinen Staaten im Deutschen Reich brachten Probleme und Konflikte, denn viele Fürsten revoltierten, um mehr Unabhängigkeit zu erhalten und ihr eigenes Land zu gründen. Besonders heiß her ging es im Ostseeraum zwischen Dänemark und Schweden und in Westeuropa und Oberitalien zwischen Österreich und Spanien und den Bourbonen, französischen Parteien.

Los ging der Krieg quasi mit dem berühmten Prager Fenstersturz: 1609 hatte der deutsche Kaiser Rudolf II. Religionsfreiheit verabschiedet – auch die von vielen verhaßten Protestanten durften ihrer Religion nachkommen. Sein Nachfolger Matthias verbot den protestantischen Glauben wieder und versuchte auch Fürsten und Adlige durch ein Verbot von Versammlungen stärker in Schach zu halten. Das führte dazu, dass zahlreiche Adlige drei kaiserliche Stellverterter aus dem Fenster der Prager Burg warfen.

Die Erfindung des Buchdrucks

4. November 2011 | Keine Kommentare

© Janine Fretz Weber - Fotolia.com

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Wenn man über die Erfindung des Buchdruckes nachdenkt, so denken die meisten Menschen an Johannes Gutenberg. Dieser erfand diesen nämlich 1450 und revolutionierte damit das Verlagswesen.

Jedoch ist das nur die halbe bzw. sogar unvollständige Wahrheit. Denn den Buchdruck gab es schon viel länger. Die eigentliche Erfindung Gutenbergs war der Buchdruck mit beweglichen Lettern. So konnte man davor nur Bücher drucken, für die man vorher riesige Texttafeln anfertigen ließ. Wenn das Buch fertig gedruckt war wurden die Druckplatten nicht mehr benötigt. Durch die Erfindung Gutenbergs konnte man diese Platten jedoch immer wieder verändern, da sie über bewegliche Letter verfügten. Dies gilt als einer der Grundsteine zur Ebnung der Reformation und auch als Zeitpunkt zum Ende des Mittelalters. So konnte unter anderem durch diese Technik die von Luther übersetzte Bibel schnell in hoher Auflage gedruckt und so unters Volk gebracht werden. So brauchte man zwar für die Bibel keine beweglichen Letter, da der Text immer der gleiche war, jedoch war die damit verbundene besondere Technik Gutenbergs auch sehr praktisch.

Wenn man nun ganz genau in die Historie schaut, so muss man sagen, dass es sich dabei wieder nur um eine Halbwahrheit handelt. Denn eigentlich war Gutenberg mit dieser Erfindung nur in Europa der erste, was jedoch in der damaligen Zeit genügte. Aus heutiger Sicht weiß man, dass der Buchdruck mit beweglichen Lettern schon viel früher in Asien erfunden wurde. So überrascht es nicht, dass aus Korea das älteste Buch der Welt stammt. Dabei handelt es sich um das koreanische “Jikji”. Dies wurde laut UNESCO im Juli 1377 hergestellt. Gedruckt wurde es im übrigen mit Bronzelettern.

 

Friedrich der Große

4. October 2011 | Keine Kommentare

Friedrich II oder auch Friedrich der Große genannt ist eine der wichtigsten historischen Personen unserer Geschichte – ein großer Feldherr, der Preußen zu einer der fünf großen Mächte in Europa gemacht hat. So stand Preußen auf einer Stufe mit Frankreich, Großbritannien, Österreich und Russland.

Neben seiner Kriegsführung ist auch seine liebste Freizeitgestaltung bekannt, das Dichten. Außerdem stand er im engen Kontakt mit dem Franzosen Voltaire und dem Italiener Francesco Algarotti.

Nun ist seit vielen Jahrhunderten ein lang verschollenes Gedicht von Friedrich wieder aufgetaucht. Die letzten Jahrzehnte, genau genommen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, lag es im „Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz“ in Berlin. Erst 1894 gelangt eine Kopie aus Italien nach Berlin. Sie stammt aus dem Nachlass des Italieners Francesco Algarotti. Für ihn hat Friedrich einige Gedichte geschrieben. So wurde die Kopie an Wilhelm II geschickt, der es verstecken ließ.

Dieses Gedicht galt nun lange Zeit als ein Gerücht. Der bekannte, britische Historiker Christopher Clark bedauerte noch vor kurzen, dass dieses Gedicht verloren sei. Das besagte Gedicht ist nämlich nicht nur ein einfaches Gedicht, sondern eine Ode an die Lust. In „La Jouissance“ schreibt Friedrich der Große über die Freuden des Orgasmus. Das Gedicht wurde sogar noch 1912 zu Friedrichs 200. Geburtstag versteckt. Prinzipiell war ein Gedicht, in dem die sexuelle Lust als „Herrin der Welt“ beschrieben wird, in den Zeiten des nationalen Ernsts und patriotischen Verpflichtungen, nicht gern gesehen.

Friedrich selber machte zu seiner Zeit kein Geheimnis um sein Gedicht. So sei „La Jouissance“ das einzige Gedicht gewesen, das er nach seiner Krönung geschrieben habe. Er war sogar so unsicher, dass er es Voltaire schickte, um es Korrektur zu lesen, weil dies Augenblicke seien, die nur äußerst schwer darzustellen seien.

Iversity – Die Uni to go

26. September 2011 | Keine Kommentare

In der Sonne Südfrankreichs am Strand entspannen, dem Rauschen des Meeres zuhören, ein kaltes Getränk zu sich nehmen, ja, studieren kann so schön sein. Ok, zugegeben, das klingt jetzt nicht unbedingt nach dem typischen Studentenalltag, an dem man mit einem Kaffee in der Hand über den Campus hetzt, um noch rechtzeitig zu seiner Politologie-Vorlesung zu kommen. Danach hat man 20 Minuten frei, rennt zur Mensa und so weiter. Mit am Strand der Côte d’Azur liegen hat das nun wirklich nichts zu tun. Doch das neue Intrernetportal mit dem Namen „Iversity“, welches zum Beginn dieses Wintersemesters als Testversion in einigen Universitäten Deutschlands angeboten wird, soll genau das ermöglichen. Alle Lehrmaterialien wie Bilder, Lektüren, ja ganze Vorlesungen als Audiodateien sollen den Studenten via Iversity überall zur Verfügung stehen.

Leerer Hörsaal, Foto: tobias sieben_flickr

Leerer Hörsaal, Foto: tobias sieben_flickr

Die Nutzung des neuen Portals soll sowohl für die Studierenden als auch für die Universitäten komplett kostenfrei sein. „Wir wollen uns langfristig durch den Verkauf von Lernmaterialien finanzieren, die sich Studenten ohnehin kaufen müssen“, so einer der Geschäftsführer Hannes Klöpper.

Das Portal funktioniert von Beginn an zweisprachig. So soll ein internationales Kommunizieren von Studenten verschiedenster Unis in unterschiedlichen Ländern möglichen sein. So könnten Berliner Studenten mit Venezuelanischen Studenten auf Grundlage des selben Lehrmaterials über den Sozialismus im 21. Jahrhundert diskutieren.

Mit der Idee Iversity will man gegen die überfüllten Hörsäle an deutschen Universitäten vorgehen.

Gegen der Vorwurf der Entpersonalisierung des Studiums wehren sich die Entwickler :„Im Gegenteil. Durch die Entlastung der Professoren von administrativen Aufgaben bleibt mehr Zeit für den persönlichen akademischen Austausch.“ Das wirkliche Fernstudium sei ohnehin ein Platz in der letzten Reihe einer 600-Mann-Vorlesung.

Ein Dorf im Mittelalter

24. September 2011 | Keine Kommentare

Typisches Angerdorf, Foto: josef lex_flickr

Die Dörfer im frühen Mittelalter entstanden entweder durch freibäuerliche Zusammenschlüsse oder durch herrschaftliche Gründungen um Gutshöfe. Die herrschaftlichen Gründungen kann man heute noch an Ortsnamen nachvollziehen. Hat ein Dorf heutzutage noch Namen wie -heim,-hausen,-hofen,-dorf,-stat oder -seli, dann wurden diese meist von den adligen Herren angelegt.

Damals (Ende des 14. Jhs.) lebten etwa 85-95% der ca. 12 Millionen Einwohner von Deutschland auf dem Lande, entweder auf Einzelhöfen oder in Dörfern. Die Einzelhöfe, welches besonders häufig in Bayern, Schwaben, dem Schwarzwald, Nordwestdeutschland, dem Odenwald, der Oberpfalz oder im Alpenraum zu finden waren, lagen meist kilometerweit vom nächsten Hof und somit auch Nachbarn entfernt und besaßen einen riesigen Grundbesitz.

In den Dörfern dagegen gab es mehrere Hofstätten, welche mehr oder minder geschlossene Siedlungseinheiten darstellten. Die Bewohner stellten eine Lebens-,Wirtschafts- und Gerichtsgemeinschaft dar.

Im Durchschnitt wiesen diese Dörfer eine Einwohnerzahl von 70 Menschen mit ca. 10-12 Höfen auf. Dabei gab es unterschiedliche Dorfformen. Das Reihendorf, Angerdorf, Straßendorf, Haufen und Rundlingdorf.

Rings um das Dorf erstreckte sich Ackerland, welches in große Feldblöcke, auch Gewanne genannt eingeteilt wurde. Jedem Bauern gehörte davon ein bestimmtre Abschnitt oder Parzellen. Da es aber keine Feldwege dorthin gab, musste jeder Bauer über die Felder seiner Nachbarn hinweg gehen.Dies führte dazu, dass es einen strengen Flurzwang gab. Die Zeit des Säens und des Erntens war genau festgelegt.

Jenseits der Äcker und Wiesen gab es noch die Allmende oder gemeine Mark, welche von den Bauern gemeinschaftlich genutzt wurde. Es galt die Regel, je größer der Hof war, desto mehr Allmendenutzungsrecht besaß auch der Bauer.

Die Ausgrabungen von Pompeji

16. September 2011 | Keine Kommentare

Die Antike Stadt Italiens ist Rom. Im Jahre 753 vor Christi wurde sie gegründet. Dass es neben ihr noch andere interessante Städte im antiken Italien gab, wird von vielen meist vergessen. So auch die 600 v. Christi von den Oskern gegründete Stadt Pompeji. Der Stadt wird nachgesagt, dass die Menschen verschiedener gesellschaftlicher Schichten dort glücklich zusammenlebten. Sie war auch ein Handelsknotenpunkt sowie ein Erholungsort für wohlhabende Römer. Im Jahre 80 v. Christi wurde Pompeji unter dem römischen Imperator Lucius Cornelius als römische Kolonie eingenommen.

Pompeji, Foto: jochenahuebener_flickr

159 Jahre später, also im Jahre 79 litt die Stadt im Süden Italiens unter der unmittelbaren Nähe zum Vulkan Vesuv, dieser brach aus. Viele Bewohner Pompejis starben bei der Naturkatastrophe, nur die wenigsten konnten rechtzeitig fliehen. Wer nicht von fliegenden Gesteinsbrocken oder umstürzenden Häusern erschlagen wurde, der erstickte in der Asche. Diese legte sich in einem mehrtägigen Ascheregen über die römische Kolonie, nur einzelne Gebäudedächer von mindestens vier Metern Höhe ragten noch aus der Asche heraus. Pompeji schien dem Erdboden gleich.

Die Stadt geriet in Vergessenheit, auf der Ascheschicht wuchsen Gräser. Neue Siedlungen wurde gegründet.

Über 1.600 Jahre später wurde über dem vergrabenen Pompeji ein Brunnen ausgegraben. Bei dieser Grabung fand man Gegenstände der antiken Stadt, wusste diese aber nicht richtig zu deuten. Man hielt die Relikte für Überreste der Villa des Pompeii, man schenkte ihnen keine weitere Beachtung. Anfang des 18. Jahrhunderts hörte der Kavalleriegeneral Fürst d’ Elboeuf von den Fundstücken, er kaufte das Land, um nach wertvollen Antiquitäten zu graben. Die eigentliche Stadt Pompeji fand auch er nicht. Erst später, Im Jahr 1912 wurde eine Straße mit mehreren Häusern mit Balkonen entdeckt, welche zu den Nuovi Scavi zählen, den neuen Ausgrabungen.


Die Antike

2. September 2011 | Keine Kommentare

Das antike Rom, Foto: joevili_flickr

Die Epoche der Antike umfasst etwa den Zeitraum von 1200 vor Christus bis 600 nach Christus. Im engeren Sinne bezeichnet sie die Geschichte des archaischen und klassischen Griechenlands, des Hellenismus und des Römischen Reiches. Andere Kulturen wie die altorientalischen nahöstlichen Hochkulturen Ägypten, Mesopotanien, Persien oder Kleinasien spielen bei der strengen Definition der Antike kaum eine Rolle, wenn überhaupt nur durch Kontakt zu Griechen und Römern.

Die Ursprünge der europäischen Antike sind weitestgehend unbekannt. Mit dem archaischen Zeitalter begann im frühen 8. Jahrhundert vor Christus die eigentliche Antike. Aus dieser Zeit stammt die erste Aufzeichnung über die Olympischen Spiele. Bis 540 vor Christus breiteten sich die Griechen im westlichen Mittelmeer, an der nördlichen Ägäis und am Schwarzen Meer aus. In dieser Zeit enstanden auch die berühmten Sagen Homers

Es folgten die Entstehung der Polis, der Stadtstaaten, die Blütezeit Athens und deren Untergang in die hellenistische Zeit, in der zwischen den drei Großmächten, den Ptolemäern, Seleukiden und Antigoniden erbitterte Kämpfe um die Vorherrschaft geführt wurden. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts vor Christus gewann Rom an Bedeutung und dehnte in den folgenden Jahrhunderten seine Macht immer weiter aus. Schließlich entstand die Römische Republik, die Kaiserzeit und schließlich die Spätantike. Mit der islamischen Expansion im 7. Jahrhundert nach Christus endet die Antike und beginnt das Byzantinische Reich des Mittelalters. 

Doch noch bis heute beeinflussen uns antike Traditionen: Philosophen, Staatstheoretiker, Wissenschafter und Künstler der heutigen Zeit verweisen immer wieder auf Hinterlassenschaften der Antike wie der damaligen Rechtssprechung, dem Staatsystem oder der Naturphilosophie. Die Epoche der Renessaince im 15. Jahrhundert etwa ist nichts weiter als eine Wiedergeburt der antiken Ideen und Vorstellungen, aus der schließlich auch die Epochen der Aufklärung und Moderne entsprang.

Ein Problem für Forscher und Geschichtswissenschaftler ist allerdings, dass ein Großteil der antiken Literatur nicht erhalten wurde. Die Schätzungen gehen dabei von Verlustraten zwischen 90 und 99 Prozent aus. Durch die problematische Quellenlage ist es gut möglich, dass das Bild, das wir heute von der Antike haben, ein sehr verzerrtes, unvollkommenes ist.