
Deutsch-Französische Beziehugnen
Deutschland und Frankreich haben ein enges Verhältnis, das nicht immer einfach gewesen ist. Auch wenn Frankreichs Präsident Hollande und Kanzlerin Merkel sich offenbar noch ein wenig fremd sind, konnte man während der Verleihung des Friedensnobelpreises an die Europäische Union im Dezember vergangenen Jahres beobachten, wie herzlich der Umgang beider Nationen miteinander ist.
Élysée-Vertrag jährt sich
Beim 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages, der einst von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterzeichnet wurde und die Erbfeindschaft zwischen Deutschland und Frankreich beenden sollte, zeigten Merkel und Hollande abermals die warmherzige Beziehung, die längst zwischen den beiden europäischen Ländern herrscht. Der Élysée-Vertrag ist von großer Wichtigkeit, verpflichtet er doch die deutsche und französische Regierung zu enger Zusammenarbeit, die 1988 unter Mitterrand und Kohl sowie 2001 unter Chirac und Schröder noch erweitert wurde. Regelmäßige Gespräche der Regierungschefs sind seitdem an der Tagesordnung.
Deutsch-französische Beziehung ausnehmend positiv
Die deutsch-französische Zusammenarbeit sucht ihresgleichen auf der Welt. Schon in der täglichen Arbeit beider Regierungen wird stets mitgedacht, wie jeweils hinter der Grenze entschieden und gedacht wird. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hat außerdem ergeben, dass 58 Prozent der Deutschen Frankreich als wichtigsten Partner sehen, umgekehrt sind es gar 75 Prozent. Umso erfreulicher ist das, weil die Situation längst nicht immer so gewesen ist. Vor 50 Jahren noch hatte es eine Vielzahl von Skeptikern gegeben, die besonders der französischen Außenpolitik mit Furcht entgegenblickten. Sie wurden eines Besseren belehrt.
Vertrag muss nun gepflegt werden
Es gilt nun, die gute Beziehung zu pflegen und auszubauen, denn sich auf den Lorbeeren auszuruhen wäre gewiss fatal. Und was auf Regierungsebene längst Usus ist, muss schließlich auch wieder und wieder in den Köpfen der Bürger manifestiert werden. Mit Sendungen wie „Karambolage“ auf Arte, das kulturelle Eigenheiten beider Nationen täglich vorstellt, wird dafür seit Jahren schon etwas getan.
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Themeninhalte: deutsch-französische Beziehungen, Elysée-Vertrag, Hollande, Merkel
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Wo entlang verlief der Limes, Schutzwall der Römer gegen die Germanen? Das beschäftigt viele Archäologen.
Seit dem Jahr 1998 wird in Baden-Württemberg der Archäologiepreis im Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. Seit 2000 wird er außerdem von der Wüstenrot-Stiftung Ludwigsburg gestiftet und ist mit 5000 Euro dotiert. In diesem Jahr war es nun wieder soweit und der Archäologie-Preis wurde dieses Mal sogar an zwei Preisträger übergeben.
Gerhard Hoffmann, ein heimatverbundener Archäologe
Zum einen handelte es sich dabei um Gerhard Hoffmann. Dieser ist dafür bekannt, vor allem in der eigenen Heimat archäologisch tätig zu sein. Sein absolutes Steckenpferd dürfte dabei vor allem der Verlauf des Limes sein. Insbesondere der Odenwaldlimes hatte es ihm angetan. Immerhin beschäftigte er sich seit den 60er Jahren aktiv mit diesem und gilt heute als wertvoller Experte auf diesem Gebiet. Auch sein Heimatort Rastatt hat ihm viel zu verdanken. Unter anderem stammen ein Großteil der Archäologie-Bücher der Stadtbibliothek aus dem privaten Besitz Hoffmanns. Das Stadtmuseum präsentiert seit einigen Jahren die Ausstellung “Spuren früherer Zeiten – Archäologische Funde in den Kreisen Rastatt und Baden-Baden”, die von Hoffmann ins Leben gerufen wurde.
Hans Riexinger, Entdecker des Römerkastells Kochendorf
Der andere Preisträger ist Hans Riexinger, der über 50 Jahre seines Lebens der Archäologie widmete. Auch sein Schwerpunkt war die Heimatgeschichte. Er fing als ehrenamtlicher Denkmalpfleger an und arbeitete sich mit der Zeit immer weiter hoch. Heute genießt er ein solch hohes Ansehen, sodass er zu wichtigen Ausgrabungen immer wieder als Experte dazugeholt wird. Zu seinen größten Projekten zählt vor allem die Entdeckung und begleitende Ausgrabung des römischen Kleinkastells Kochendorf.
Bei der Preisverleihung betonte der Laudator Ingo Rust mehrmals, dass die beiden den Preis nicht nur für ihre Funde und Arbeiten erhielten. Maßgeblichen Anteil hatte auch ihre Öffentlichkeitsarbeit. So hielten beide zahlreiche Vorträge und arbeiteten Präsentationen aus, um die Menschen mehr für die Archäologie zu begeistern.
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Themeninhalte: Archäologie, Baden Württemberg, Hoffmann, Preis, Riexinger, Rust
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Im Mittelalter garantierten solide Stadtmauern einen blühenden Handel
Der Handel hat sich im Mittelalter entscheidend fortentwickelt. Zwar wurde auch schon im Frühmittelalter in geringem Maße Fernhandel betrieben, doch war der Warenaustausch meist regional oder lokal begrenzt.
Freie Städte: Hort blühender Handelsbeziehungen
Erst die Entwicklung der freien Städte und die wachsende Macht des Bürgertums half den Handelsbeziehungen, richtig aufzublühen. Märkte in jener Zeit boten den Kaufleuten den sicheren Schutz der dicken Mauern und eine Vielzahl an potentiellen Kunden. An festgelegten Markttagen wurde gehandelt, und es profitierten alle Beteiligten davon, die Bürger der Stadt, die Stadt selbst und auch die Kaufleute.
Gilden und Hanse erschließen den Weltmarkt
Damals bildeten sich zum ersten Mal große Handelszusammenschlüsse wie die Gilden und die Hanse heraus. Ab dem Hochmittelalter waren diese Kaufmannsgemeinschaften für den Großteil des europäischen Fernhandels verantwortlich, im Mittelmeerraum konkurrierten sie mit den dort ansässigen Compagnien. Diese waren auch Zusammenschlüsse von Händlern, jedoch mit einer anderen Struktur als die Gilden. Sie waren auf eine Zeitspanne von zwei bis maximal zwölf Jahre angelegt, manche hielten sich jedoch über mehr als hundert Jahre. Die großen Handelszusammenschlüsse dieser Zeit konkurrierten um Märkte und Zulieferer und waren immer darauf bedacht, die eigene Gruppierung durch geschicktes Taktieren voranzubringen.
Die Entwicklung der See- und Binnenhäfen in dieser Zeit trug viel zur Vernetzung der Handelsbeziehungen bei. Vor allem die Wikinger, als Herren des Meeres jedem bekannt, waren damals fleißige Händler mit großem Einflussbereich. Auch die Industrialisierung des Handwerks und der damit verbundene Warenüberschuss trugen einen großen Teil zur Blüte des Handels bei, an dem sich bald auch Venedig engagiert beteiligte. Die Händler reisten oft von Stadt zu Stadt und boten ihre Waren feil. Das geht heutzutage natürlich einfacher: nicht mehr per Schiff oder Kutsche, sondern vor allem online. Auch als Privatperson kann man zum Beispiel nicht mehr benötigte Bücher, CD’s oder andere Dinge im Internet verkaufen - mehr Informationen bietet rebuy. Gerade wer sich über das Mittelalter detailliert informieren will, kann solche Dienste nutzen, um sich einen kleine Bibliothek zum Thema aufzubauen. Zu ausgesprochen günstigen Preisen.
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Themeninhalte: Compagnie, Gilde, Handel, Hanse, Markt, Mittelalter
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Verschiedene Archäologen der altamerikanistischen Abteilung der Universität Bonn entdeckten in einem Palast der Maya-Stadt Uxul ein großes Prinzengrab
Die Mayas sind in diesem Jahr ohnehin unglaublich präsent – in den Medien, in Gesprächen und den Köpfen vieler Leute. Grund dafür: Sie sollen in ihrem Kalender angeblich die entscheidenden Hinweise für den im Dezember bevorstehenden Weltuntergang gegeben haben. Inzwischen sagt man, dass das Unfug ist und der Kalender nur schlicht und ergreifend irgendwann ein Ende haben musste, so wie das bei uns jedes Jahr am 31. Dezember der Fall ist. An das ganze Szenario kann man also glauben oder eben nicht, eines steht indes fest: Bonner Archäologen haben vor Kurzem das Grab eines Maya-Prinzen entdeckt.
Verschiedene Archäologen der altamerikanistischen Abteilung der Universität Bonn waren es, die in einem Palast der Maya-Stadt Uxul ein großes Prinzengrab entdecken konnten. Es war Teil des königlichen Palastkomplexes in Mexiko. Angelegt wurde es vermutlich im 8. Jahrhundert nach Christus und enthielt allerlei Grab-Beigaben. Diese waren es auch, die die Forscher darauf gebracht haben, dass es sich bei dem Knochenfund um die Überbleibsel eines Menschen mit höherem Rang gehandelt haben muss.
Für die Forscher der Uni Bonn waren die Ausgrabungen ein großer Erfolg. Seit vier Jahren graben sie in Campeche und untersuchen dabei vor allen Dingen den Prozess der Zentralisierung und des Auseinanderbrechens hegemonialer Strukturen. Finanziert wird das Ganze von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Seit gut einem Jahr nun hat sich der Fokus der Ausgrabungen auf den königlichen Palastkomplex hin verschoben, man fand bisher sechs Relieftafeln – bis zum Sommer 2012, als dann schließlich das vermeintliche Prinzengrab freigelegt werden konnte. Den entscheidenden Hinweis zur Herkunft der Person gab übrigens ein Becher, der Teil der Grabbeigaben war und in Hieroglyphenschrift verrät: “Dies ist das Trinkgefäß vom Prinzen.” Natürlich ist das keine endgültige Bestätigung, die Gesamtauswertung aller relevanten Informationen lassen aber nur geringe Zweifel zu.
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Themeninhalte: Archälogie, Ausgrabung, Maya, Maya Prinz, Mexiko
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Gegenstände, die bei archäologischen Ausgrabungen gefunden werden, werden mittels C-14 zurückdatiert
In der Geschichtsforschung gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um das Alter bestimmter archäologischer Funde zu bestimmen. Am meisten verbreitet ist dabei die Radiokarbon-Methode. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, das einem das Alter von Gegenständen angeben kann, die kohlenstoffhaltige Verbindungen beinhalten. Doch wie funktioniert das Ganze?
C-14-Abbau zur Altersbestimmung
Es gibt viele verschiedene Kohlenstoffisotope. Eines von diesen ist das C-14. Wie die meisten anderen Kohlenstoffisotope befindet es sich in den oberen Schichten der Atmosphäre und wird von Organismen aufgenommen. Dies erfolgt jedoch lediglich so lange, wie die Organismen auch leben. Sobald diese tot sind, werden keine weiteren Isotope mehr aufgenommen. Im Gegensatz zu den anderen Kohlenstoffisotopen baut sich das C-14 mit Eintritt des Todes des Organismus selbst ab. Dieser Vorgang erfolgt in festgelegten Raten und kann mit der Halbwertszeit verglichen werden. Da sich andere Isotope wie das C-12 oder C-13 nach dem Tod nicht abbauen, sondern konstant bleiben, besteht die Möglichkeit, das genaue Alter eines Fundstücks zu untersuchen. Je geringer der Gehalt des C-14 und je höher der der anderen Isotope, desto älter ist das Fundstück.
Japanischer See ermöglicht Zeitsprung von 40.000 Jahren
Bisher ergab sich jedoch das Problem, dass man die Fundstücke ihrer Entstehungszeit immer ungenauer zuordnen konnte, je älter sie waren. Dies hat einfach damit zu tun, dass in verschiedene Dekaden unterschiedlich viel C-14 durch die Atmosphäre gedrungen ist. In einem Zeitraum von 10.000 Jahren konnte man die Gegenstände sehr gut zurückdatieren. Inzwischen ist es jedoch möglich, bis zu 50.000 Jahre zurück zu verfolgen. Verantwortlich dafür ist die Untersuchung eines kleinen japanischen Sees. Dieser verfügt über Schlammschichten, die mehrere Kilometer tief in die Erde hineinreichen und somit die unterschiedlichsten Erdzeitalter überstanden haben. Da der See sehr ruhig ist und kaum Wellengang vorherrscht, kann man die einzelnen Schichten nutzen und herausfinden, wie viel C-14 in welcher Zeit vorhanden war. Diese Werte können nun zum Vergleich bei neuen Funden herangezogen werden und ermöglichen somit eine genauere Rückdatierung.
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Themeninhalte: Altersbestimmung, Archäologie, C-14, Funde datieren, Isotop, Kohlenstoff, Radiokarbon-Methode, See
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Ein Blick auf den Campus der Georg-August-Universität Göttingen. Vorne die Staats- und Universitätsbibliothek (SUB).
Die Universität Göttingen feierte dieses Jahr ihren 275. Geburtstag. Weltberühmte Gelehrte folgten in ihrer Blütezeit dem Ruf nach Göttingen. Darunter der Arzt, Naturforscher und Dichter Albrecht von Haller, der Physiker, Philosoph und Schriftsteller Georg Christoph Lichtenberg sowie der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß. Die Universität wurde auch immer mit dem Streben nach Freiheit verknüpft. Als im Jahr 1837 König Ernst August von Hannover die von seinem Vorgänger erlassene Verfassung aufhob, legten sieben Professoren der Georgia Augusta schriftlich Protest ein, unter ihnen die Germanisten Jacob und Wilhelm Grimm (Gebrüder Grimm). Die als „Göttinger Sieben“ bezeichnete Protestgruppe verlor ihre Stellung, und die Zahl der Studenten erreichte einen historischen Tiefstand. Bis heute gelten die „Göttinger Sieben“ als ein herausragendes Beispiel für Zivilcourage im Staat.
Auch eine Reihe von Nobelpreisträgern wurden für ihre Arbeit in Göttingen ausgezeichnet: Otto Wallach (Chemie 1910), Walther Nernst (Chemie 1920), Richard Zsigmondy (Chemie 1925), Adolf Windaus (Chemie 1928) und Werner Heisenberg (Physik 1932). Max Born, von 1922 bis zu seiner erzwungenen Emigration 1933 Professor in Göttingen, bekam für seine grundlegende Forschung aus dieser Zeit 1954 nachträglich den Nobelpreis für Physik. Göttingen ist der Gründungsort der Max-Planck-Gesellschaft, die hier im Jahr 1948 unter Mitwirkung von Max Planck und Otto Hahn als Forschungsorganisation der unabhängigen Grundlagenforschung ins Leben gerufen wird. Mit fünf Instituten hat die Stadt heute die größte Dichte von Max-Planck-Instituten in Deutschland.
Zum 275. Jubiläum der Universität Göttingen veröffentlicht die Deutsche Post nun eine Gedenkganzsache. Diese besteht aus einem Briefumschlag und einer aufgedruckten Briefmarke und erscheint am 13. September 2012. Die Auflage beträgt insgesamt 57 500 Stück, davon wurden 50 000 als ungestempelte sowie 7 500 als gestempelte Exemplare produziert. Der Briefumschlag zeigt drei bekannte Motive der Universität Göttingen: den Historischen Saal der Paulinerkirche, die Große Aula des Aulagebäudes am Wilhelmsplatz und den Karzer, ein ehemaliges Gefängnis für Studierende, die hier bis 1933 ihre Strafen verbüßten. Auf der Briefmarke ist eine Ausgabe der „Kinder- und Hausmärchen“ abgedruckt, volkstümlich bekannt als „Grimms Märchen“.
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Themeninhalte: 275 Jahre, Georg-August-Universität Göttingen, Georgia Augusta, Jubiläum, Universität Göttingen
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Für die einen ein Kaffeesatz, für die anderen ein Hinweis auf die eigene Zukunft.
Viele esoterische Themen wie Hellsehen und Magie sind jahrhundertealte Traditionen.
Die sogenannte Tasseographie, also das Wahrsagen aus Teetassen, begann vermutlich schon bei den alten Chinesen. Sie übten den Brauch aus, die Muster der übrigbleibenden Teeblätter zu deuten. Die Römer sahen den Bodensatz ihres Weins als Omen, eine moderne Form ist das Lesen des Kaffeesatzes. Hintergrund der Tasseographie ist, dass das zurückbleibende Muster sowohl mit der Person als auch mit dem Zufall oder Schicksal zu tun hat – und deswegen ein bedeutsames Zeichen für seine Zukunft sein kann.
Das Mittelalter gilt als Hochzeit der Magie. Dafür verantwortlich waren vor allem die weisen Frauen und Hexen, die zwischen der realen und der Geisterwelt lebten. Bis heute hat sich die Unterscheidung zwischen weißer Magie, die gutwillig und lebensbejahend ist, und schwarzer Magie, die gefährlich und böse ist, gehalten. Vor allem halfen die weisen Frauen aber bei der weiblichen Gesundheitsvorsorge, etwa bei Geburten. Das Interesse an esoterischen Themen ist bis heute nicht abgeklungen. Der Unterscheid zu damals ist jedoch, dass sich Themen wie Tarot oder Pendeln heute relativ problemlos in die Gesellschaft integrieren lassen. Eine Beratung bekommt man problemlos über das Internet, wie zum Beispiel hier: http://www.questico.de/beratung/tarot.htm
Auch das Hellsehen, das einen Einblick in die Zukunft oder Gegenwart ermöglicht, hat in vielen Kulturen dieser Erde eine lange Tradition. Meist wird eine reflektierende Fläche benutzt, um darin die Zukunft zu lesen, wie bei der weitläufig bekannten Kristallkugel. Der Experte nennt diesen Vorgang deshalb auch Kristallomantie. Die Babylonier benutzten dazu Flüssigkeiten in speziellen Schalen, die Ägypter eine dunkle Tinte, die Hindus Molasse, und die Griechen versenkten zwecks Hellseherei sogar ganze Spiegel in Brunnen oder Quellen. Die bekannte Variante mit der Kristallkugel ist etwa seit dem 5. Jahrhundert bekannt. Zurück soll sie aber sogar auf die Maya und Inkas gehen.
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Themeninhalte: Geschichte, Hellsehen, Kaffeesatzlesen, Magie, Tasseographie
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Die Vergangenheit fasziniert immer mehr Menschen und sie wollen die Ursprünge ihrer Familie ergründen. Die Genealogie, die Familiengeschichtsforschung bzw. Ahnenforschung – bringt oft Erstaunliches aus der Familiengeschichte zu Tage. Man stößt auf kuriose Details oder findet womöglich heraus, dass man von adeliger Abstammung ist. Die Genealogie ist eine komplexe Disziplin, die meist nur bis zu einem gewissen Grad selbst befriedigt werden kann. Häufig ist man mit alten Schriften und Archiven konfrontiert, die nur vom Fachpersonal interpretiert werden kann. Je weiter die Vorfahren verteilt waren und je öfter sie den Wohnort gewechselt haben, desto schwieriger wird es ihren Spuren zu folgen. Man kann die Neugierde bezüglich der eigenen Familiengeschichte befriedigen durch proffessionelle Genealogie von Pro Heraldica. Gelangt man an dem Punkt wo man nicht mehr weiter kommt, können Profis meist weiter helfen. Sie verfügen über den Zugang zu den unterschiedlichsten Archiven und sind mit deren Umgang vertraut. Sie können einen Stammbaum, je nach vorhandenen Quellen, über zahlreiche Generationen hinweg rekonstruieren. Die Profis sind die Detektive der Geschichte und können zielgerichtet die Geheimnisse der Ahnen lüften. Als Ergebnis erhält man eine Ahnentafel und eine Familienchronik. Sie ist das eigentliche Herzstück jeder Ahnenforschung. In ihr befinden sich alle gesammelten Dokumente über die Ahnen und für viele ist sie ein Anstoß noch weitere Forschungen zu bestimmten Ereignissen in der Vergangenheit zu betreiben. Über die Genealogie hat man die Möglichkeit tief in die Geschichte einzutauchen und kann sich mit fast vergessenen Dingen beschäftigen. Dadurch gerät dies nicht zur Gänze in Vergessenheit und man ist ein wichtiger Meilenstein um die Vergangenheit weiter lebendig zu halten.
Themeninhalte: Abstammung, Ahnenforschung, Familienchronik, Stammbaum
Verfasst in Zeitgeschichte

Archäologen
Der technische Fortschritt ist unaufhaltsam. Durch ihn wird die Welt schneller, ja fast schon rasender. Dass das nicht immer gut sein muss, zeigen Facebook und andere Medien täglich. Doch in der Forschung bedeutet Fortschritt nicht nur Fortschritt, sondern auch Innovation – und zwar ganz neue.
In der Medizin beispielsweise kommen so ganz neue Methoden zum Tragen, so dass Menschen immer größere Chancen haben, geheilt zu werden. Doch nicht nur in der Medizin brachte die neu-angewendete Technik neue Erkenntnisse und Ergebnisse, die man ohne sie wohl nie herausgefunden hätte. Auch in der Archäologie kommt eine neue technische Innovation zum Tragen, die helfen soll, Fundorte vorher zu sichten. Die Arbeit der Archäologen wird so effektiver.
Früher war die Archäologie eine Branche, die hart war, was die Arbeit angeht. „Graben, graben, graben!“, hieß das Motto. Hatte man geglaubt, etwas entdeckt und gefunden zu haben, ist es nicht selten gewesen, dass man danach auch enttäuscht werden konnte und dass sich die Fundstätte als Erdloch präsentiert. Die Technik bringt Neues. Mittlerweile gibt es nämlich Laser-Scanner, die in Flugzeugen sind und von oben das zu erforschende Gebiet abtasten. Die Archäologen bearbeiten das entstandene Bild später am Computer, lassen die Vegetationen verschwinden, so dass nur noch die Erdfläche frei steht.
Auf ihr sieht man dann Sachen, die man ohne die neue Technik nicht gesehen hätte. Auch andere Dinge bringt die Archäologie mittlerweile zum Einsatz. So gibt es verschiedene Detektoren, mit denen man bis zu drei Meter tief in das Erdreich schauen kann, um so zu erkennen, ob sich unter der Erdoberfläche wirklich nur Erde oder auch Gräber oder andere Fundorte befinden. Die ersten Untersuchungen mit den neuen Gerätschaften verliefen positiv. Ein Anzeichen dafür, dass die neue Technik hilft.
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Themeninhalte: Archäologie, Fundorte, Technik
Verfasst in Archäologie

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Geschichte, das sind vier langweilige Stunden in der Woche in der Schule, bzw. etwas vor langer Zeit, das immer ohne einen passiert. So beschrieb die Band Freundeskreis das Problem mit dem Blick zurück und forderte, das Ohr auf die Schiene der Geschichte zu legen. Diesen Rat scheinen sich viele Schüler damals wie heute nicht zu Herzen genommen haben. Die Freie Universität Berlin hat mit ihrem Forschungsverbund SED-Staat zeitgeschichtliche Kenntnisse von insgesamt 4627 Schülern der Schulklassen 8 bis 10 untersucht. Die jeweilige Schulform hat dabei keine Rolle gespielt. Durchgeführt wurde die Befragung in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Die Ergebnisse sind teilweise erschreckend. Vielen Schülern fällt es zum Beispiel schwer, eine Trennlinie zwischen einer Demokratie und einer Diktatur zu ziehen. Insgesamt 36 Prozent der Kinder konnten den Unterschied zwischen den politischen Systemen BRD, DDR und Nationalsozialismus nicht benennen. Bei Gymnasiasten lag die Prozentzahl bei 16, bei Hauptschülern sogar bei mehr als 50 Prozent. Die DDR wurde von fast 30 Prozent der Schüler nicht als Diktatur eingestuft, im Osten des Landes lag der Wert bei 36 Prozent. Zu Deutschland nach 1945 hatten die meisten Schüler ebenfalls eine wirre Meinung. Rund 40 Prozent gaben an, dass Deutschland vor der Wiedervereinigung keine Demokratie gewesen ist, und 39 Prozent der Schüler schätzen Deutschland nach 1989 ebenfalls nicht als Demokratie ein. Selbst bei der Bewertung der NS-Zeit gibt es nur eine Zweidrittelmehrheit, die diese Jahre als eine Diktatur einstuft.
Das Fazit aus dieser peinlichen und gleichsam erschreckenden Studie ist eindeutig: Schüler müssen mehr von der aktuelleren Zeitgeschichte hören. Der Geschichtsunterricht darf sich nicht nur mit mittelalterlichen Themen beschäftigen, gerade die jüngere Zeitgeschichte ist ein wichtiges Unterrichtsfach. Auch der Besuch von Gedenkstätten kann helfen, den Schülern die Geschichte des Landes, in dem sie wohnen, näher zu bringen. Klar ist, dass Zeiten wie der Nationalsozialismus nicht vergessen werden dürfen oder, was noch gefährlicher anmutet, in der Wahrnehmung verharmlost werden.
Themeninhalte: Demokratie, Diktatur, Geschichte, Geschichtsunterricht, Schüler, Zeitgeschichte
Verfasst in Zeitgeschichte